Forum für Altersfragen

Das Forum für Altersfragen setzt sich mit aktuellen Themen rund ums Alter auseinander und richtet sich an Fachleute und Organisationen im Kanton Zug. Pro Senectute Zug organisiert die jährliche Fachveranstaltung im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug.

Generationen verbinden

Chancen und Herausforderungen für das Zusammenleben und -wirken
zwischen den Generationen heute und für die Zukunft

Am Forum für Altersfragen vom 4. Juni im Gemeindesaal Baar setzten sich die mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem aktuellen Thema «Generationen verbinden» auseinander. Die Fragen, was die Generationen in unserer modernen Welt zusammenhält und welchen Beitrag Generationenprojekte leisten können, standen im Zentrum der Fachtagung.

Begegnungen zwischen den Generationen seien heute nicht mehr einfach selbstverständlich, betonte Martin Kolb, Geschäftsleiter Pro Senectute Kanton Zug, in seiner Eröffnungsansprache. Die Gründe seien in den veränderten Familienstrukturen, neuen Lebensformen, aber auch in der zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft zu suchen. Auf der anderen Seite bringe die höhere Lebenserwartung eine besondere gesellschaftliche Entwicklung hervorbringe. «Denn erstmals in der Geschichte der Menschheit begegnen sich in einer längeren gemeinsamen Lebensphase nicht mehr nur drei, sondern vier Generationen.»

Regierungsrat und Gesundheitsdirektor Martin Pfister bediente sich in seiner Rede dem Bild der Bohnenstangenfamilie. Die schmale Form der Familie sei typisch für die aktuelle demografische Entwicklung. «Früher sind Familien in die Breite gewachsen, heute ziehen sich Familien in die Länge, über bis zu vier Generationen hin.» Im Zeitalter der Bohnenstangenfamilie sei die Generationenfrage nicht mehr nur eine familieninterne Angelegenheit, sondern betreffe die Gesellschaft als Ganzes. «Generationenprojekte sind ein Gewinn für die ganze Bohnenstange», zeigte sich Martin Pfister überzeugt und fügte an: «Das Zusammenleben der Generationen ist für den gesellschaftlichen Kitt unverzichtbar.»

Stefan Sigrist vom Think Tank W.I.R.E nahm die Tagungsteilnehmenden auf eine Reise in die Zukunft mit. Bereits heute sei absehbar, dass Lebensmodelle nicht mehr linear verliefen, sondern von vielfältigen, zeitlich unterschiedlich stattfindenden Lebenskonzepten abgelöst würden. «Die Langlebigkeit bei relativ guter Gesundheit bis ins hohe Alter eröffnet für die Lebensgestaltung ganz neue Chancen», zeigte sich der Zukunftsforscher überzeugt. Die Lebenszeit könne anders verteilt werden, sei dies mit einer allmählichen Reduktion der Arbeitszeit bis über 70 Jahre hinaus oder mit verschiedenen kürzeren und längeren Pausen während der Erwerbszeit. Aber auch in früheren Lebensphasen seien neue Modelle möglich: «Die Familiengründung und die Karriereplanung müssen nicht mehr gleichzeitig erfolgen, sondern können nacheinander geschaltet werden.» Das führe besonders im mittleren Alter zu einer grossen Entlastung. Mit dieser Entwicklung Schritt halten werde auch die Ausbildung und der berufliche Weg. «Wer mit 45 oder 55 Jahren beruflich zu neuen Ufern aufbrechen will, absolviert eine erneute Ausbildung und könne seine Karriere mit frischem Elan in einem anderen Berufsumfeld fortsetzen.»

Nach Generationenprojekten besteht ein grosses Bedürfnis. Das zeigten die verschiedenen Beispiele aus dem Kanton Zug, die an der Tagung vorgestellt wurden. «Generationen im Klassenzimmer» bringt verschiedene Generationen in der Schule zusammen, die Genossenschaft KISS bietet generationenverbindende Nachbarschaftshilfe, DomiGym verknüpft Generationen im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Munterwegs organisiert Mentoringprogramme von Erwachsenen aller Altersgruppen für Kinder und Jugendliche.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion stellten zwei Baarer Jugendliche ein «umgekehrtes» Generationenprojekt vor: In Handy-Workshops haben sie Seniorinnen und Senioren an den Umgang mit Smartphones herangeführt. Das habe ihnen Spass gemacht, meinten die beiden Sekundarschülerinnen, für einmal als Jüngere den Älteren etwas beizubringen. Den krönenden Abschluss der Tagung bildete der Think Tank, in dem die Teilnehmenden gemeinsam spannende Ideen entwickelten. Es bleibt zu hoffen, dass die eine oder andere Idee auf fruchtbaren Boden fällt. Für die beiden Baarer Schülerinnen ist auf jeden Fall klar: Sie wünschen sich mehr solche Projekte in der Schule.

 

Wie sieht autonomes und betreutes Wohnen in der Zukunft aus?

Wie Fluid Care, intermediäre Strukturen und Ambient Assisted Living das Wohnen im Alter verändern

Am Montag 26. Juni fand im Dorfmattsaal in Rotkreuz das diesjährige Forum für Altersfragen des Kantons Zug statt. Unter dem Titel «Fluid Care, intermediäre Strukturen und Ambient Assisted Living» warfen die rund 70 Teilnehmenden einen Blick in die Zukunft und gingen der Frage nach, wie autonomes und betreutes Wohnen zukünftig aussieht.

Präsentationen:
Fallbeispiel Wohnsituation
CURAVIVA Wohnmodell 2030
Ambient and Active Assisted Living
Fluid Care und intermediäre Strukutren

Impressionen
Medienmitteilung

 

Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit die Bevölkerung des Kantons Zug bis ins hohe Alter autonom und betreut leben kann? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund hundert Fachpersonen und Seniorenvertreter/innen am „Forum für Altersfragen“ vom 15. Juni 2016 im Lorzensaal Cham.

Präsentationen

Alternativen zum Heim?
CareNet

Arbeitspapier Vulnerabilität und Massnahmen
Dienstleistungsmatrix
Vernetzungsmatrix

Der gesellschaftliche Wandel und die erhöhte Lebenserwartung bringen neue Chancen und Herausforderungen. Dank der verlängerten Lebenserwartung überschneiden sich die Lebensspannen von bereits vier Generationen immer stärker. Doch was hält die Generationen zusammen? Gibt es überhaupt einen Zusammenhalt? 

Das Forum geht den Fragen nach wie die Langlebigkeit unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben verändert, wie die Generationen im Austausch bleiben und was Generationenprojekte dazu beitragen können.

Montag, 4. Juni 2018, 08:30 bis 16:30 Uhr, Gemeindesaal in Baar

Programm

Medienmitteilung

Präsentationen der Referentinnen und Referenten finden Sie hier

Aspekte der Hochaltrigkeit

Unter dem Titel «Aspekte der Hochaltrigkeit II» gingen am 21. Mai 2015 rund 80 Teilnehmenden der Frage nach, wie im Alter ein für alle Beteiligten gangbarer Weg gefunden werden kann, der die Selbstbestimmung achtet und die Eigenverantwortung fördert.

Präsentationen
Vorsorgeauftrag
Vom dritten zum vierten Lebensalter - von agil zu fragil
KESB

Informationen und Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zum Forum für Altersfragen? Mirjam Gieger beantwortet sie Ihnen gerne.

Mirjam Gieger
Leiterin Gesundheitsförderung und Prävention

mirjam.gieger@zg.prosenectute.ch oder 041 727 50 69